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Sommerzeit – Erkältungszeit?

August 21, 2019

Endlich Sommer. Ausgerechnet jetzt eine Erkältung? Wenn draußen die Sonne strahlt und See und Biergarten locken? Tatsächlich ist eine Erkältung, häufig auch fälschlicherweise „Sommergrippe“ genannt, eine typische Erkrankung in der warmen Jahreszeit. Aber auch wenn Schnupfen und Husten im Sommer häufiger auftreten als gedacht, empfinden die meisten Menschen eine Erkältung im Sommer bei warmen Temperaturen als besonders unangenehm.

Was ist eine „Sommergrippe“?

Eigentlich handelt es sich bei der Sommergrippe nicht um eine echte Grippe, sondern um einen grippalen Infekt, also um eine Erkältung während der Sommerzeit. Doch gerade im Sommer scheint es vielen Menschen abwegig, dass man sich erkältet hat.

Tatsächlich wird die Sommergrippe nicht durch Kälte, sondern durch Viren ausgelöst. Aber nicht durch die „echten“ aggressiven Grippe-Viren sondern durch Erkältungsviren. Davon gibt es viele unterschiedliche Arten. Im Sommer wird der Infekt oft durch Entero- oder Coxsackie-Viren ausgelöst. Sie werden durch Tröpfcheninfektion (etwa beim Niesen oder Husten) oder Schmierinfektion (Händeschütteln) übertragen.

Warum erkältet man sich im Sommer?

Dass Viren auch im Sommer zuschlagen, liegt an zwei Dingen. Zum einen an der Beanspruchung unseres Immunsystems. Wenn es draußen heiß ist, bläst im Büro die Klimaanlage. Die trockene Luft reizt die Schleimhäute. Deren natürliche Barriere zur Abwehr der Krankheitserreger wird gestört. Aus den klimatisierten Räumen, der kalten Luft in Flugzeug, Zug und U-Bahn geht es wieder zurück in Hitze. Der große Temperaturunterschied stresst Körper und Kreislauf. Schwitzen, mangelnder Schlaf in hellen Nächten, kaltes Wasser in Meer und See – das alles sind Stressfaktoren für unser Immunsystem.

Der zweite Grund ist ganz simpel, wir denken im Sommer einfach nicht daran, dass uns auch ein Infekt erwischen kann. So sitzen wir z.B. zum abendlichen Dinner in einem Gartenrestaurant. Und haben Kleidung an, die eher für die heiße Mittagszeit geeignet ist. Viel zu spät merken wir wie kühl der Abend und die Nacht werden. Pullover dabei? – Fehlanzeige. Kein Wunder also, dass wir auch im Sommer krank werden.

An welchen Symptomen erkennt man eine Sommergrippe?

Eine Erkältung im Sommer beginnt mit den typischen aus der Winterzeit bekannten Symptomen einer Erkältung mit einer leichter Variante. So sind leichte Kopfdruck- und Gliederschmerzen als Frühsymptome häufiger als im Winter. Später werden die Kopf- und Gliederschmerzen etwas stärker. Man fühlt sich angeschlagen und müde. Am liebsten würde man alle Termine absagen und sich ins Bett oder aufs Sofa legen. Trotz Wärme fühlt man sich fröstelig. Neben Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen sind typische Symptome Schnupfen und ein trockener Reizhusten. Bei einer Sommergrippe kann eine Infektion der Atemwege Nase, Hals und Lunge betreffen.

Symptome einer typischen Sommergrippe auf einen Blick:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Schnupfensymptome (erst Fließschnupfen, später eine verstopfte Nase)
  • Husten
  • erhöhte Temperatur oder Fieber, eventuell Schüttelfrost
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Magen-Darm-Beschwerden

Mich hat die Sommergrippe erwischt? Wie werde ich am schnellsten gesund!?

Gerade im Sommer fühlt sich die Mischung aus Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Kopf- und manchmal Ohrenschmerzen besonders elend an. Wieviel lieber wäre man jetzt draußen in der Sonne oder im Freibad, statt schniefend und mit leichtem Fieber im Bett zu liegen.

Damit sich der Körper von seiner Krankheit erholen kann, benötigt er jetzt vor allem Ruhe, um sich zu erholen. Da es keine ursächliche Behandlung gibt, erfolgt jede Behandlung einer Sommergrippe symptomatisch. Um das Immunsystem zu stärken und bei Fieber einen Flüssigkeitsverlust auszugleichen, ist ausreichendes Trinken wichtig. Homöopathische Mittel und bewährte Hausmittel unterstützen die Abwehrkräfte und helfen, dass die typischen Beschwerden schneller verwinden. Linderung bei Reizhusten bieten Erkältungstees mit einem Löffel Honig, etwa aus Thymian oder Salbei. Vermeiden Sie eiskalte Getränke. Der Körper benötigt sonst zusätzliche Energie, um die Körpertemperatur wieder zu regulieren. Für das richtige homöopathische Mittel fragen Sie Ihren Apotheker.

Erkältet im Sommer: Was tun, wenn die Nase läuft?

Schnupfen ist einer der typischen Symptome gleichermaßen einer Erkältung im Sommer wie im Winter. Bei hartnäckig verstopfter Nase helfen kurzzeitig abschwellende Nasensprays. Aber auch homöopathische Mittel sind gut bei Schnupfen einsetzbar. Auch Dampfbäder für die Nase und lediglich Wasser-haltige Nasensprays helfen den Schleimhäuten, sich zu regenerieren. Bei stärkerem oder anhaltendem Fieber und anderen länger andauernden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wie lange dauert eine Erkältung im Sommer?

In den meisten Fällen klingt eine sogenannte Sommergrippe wie in der kalten Jahreszeit nach acht bis zehn Tagen wieder ab. Geben Sie Ihrem Körper die nötige Zeit zum Auskurieren. Mit Sport sollten Sie in dieser Zeit pausieren. Zusätzliche Anstrengungen belasten den Organismus noch mehr, vor allem im Sommer.

Wie lange dauert eine Sommergrippe bei Kindern?

Normalerweise klingt bei Kindern eine Erkältung im Sommer schnell wieder ab. Oft sind Kinder bei einer Erkrankung an einer typischen Sommergrippe nach wenigen Tagen wieder auf den Beinen. Auch bei Kindern kann eine Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln und Hausmitteln helfen, die Symptome zu lindern und schneller wieder gesund zu werden.

Auch bei Kindern ist Ruhe wichtig. Doch bei hohen Temperaturen fällt es Kindern schwer, im Haus zu bleiben oder bei Fieber sogar Bettruhe zu halten. Bei leichteren Symptomen ist deshalb Ausruhen gut an einem schattigen Platz im Garten möglich. Achten Sie darauf, dass ihr Kind ausreichend trinkt. Zwei bis Drei Liter Flüssigkeit sollten es sein. Als Getränk bieten sich Wasser oder ungesüßte Tees an. Bei Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Salbeitee. Salbei hat eine desinfizierende und abschwellende Wirkung. Halswickel und Brustwickel mit zimmerwarmem Quark sind ebenfalls bewährte Hausmittel bei Halsweh und Husten.

Leichtes Fieber kann mit kühlenden Wadenwickeln gesenkt werden. Zwei Dinge sind dabei wichtig: Die Tücher nur in handwarmes Wasser (nicht kalt) tauchen. Wadenwickel oft wechseln (max. 30 min. darauf lassen), da er sich schnell erwärmt und so eher schaden kann. Auch bei höherem Fieber können Wadenwickel zusätzlich helfen. Bleibt das Fieber trotz Behandlung mit Fiebermitteln über 39 Grad hoch, sollten Sie mit ihrem Kind zum Kinderarzt. Das gilt auch, wenn sich bei der Behandlung der Symptome eines Infektes nach einem Tag keine Besserung zeigt, sich der Allgemeinzustand sogar verschlechtert. Und natürlich, wenn Sie generell immer auf den Arzt vertrauen möchten.

Echte Grippe oder Erkältung?

Im Gegensatz zu einer sogenannten Sommergrippe, handelt es sich bei der „echten“ Grippe, Fachbegriff Influenza, um eine ernste Erkrankung. Diese tritt überwiegend in Herbst und Winter auf und kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Symptome und Bezeichnungen ähneln sich zwar, jedoch gibt es gravierende Unterschiede. Auslöser der Grippe sind Influenza-Viren. Bei einem Verdacht auf eine echte Grippe sollten Sie stets einen Arzt aufsuchen.

Generell sind die Symptome einer echten Grippe viel schwerer und treten sehr schnell ein. Man fühlt sich oft innerhalb von kürzester Zeit sehr schlecht. Bei einem Infekt dagegen braucht es bis zum Auftritt schwerer Symptome meist 1-2 Tage. Weiterer Unterschied: Der Krankheitsverlauf bei einer Grippe ist meist mit Komplikationen behaftet, es kann viel häufiger zu Beeinträchtigungen der Organe und von Herz-/Kreislauf kommen. Auch die Zeit bis zur vollständigen Erholung ist sehr lang und dauert oft Monate. Hier können auch homöopathischen Mittel helfen, den Organismus wieder zu stabilisieren.

So unterscheiden Sie eine Grippe von einem grippalen Infekt bzw. einer Sommergrippe:

Sommergrippe

  • Schleichender Beginn, nach und nach Verschlechterung
  • Typische Symptome: Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, leichtes Fieber
  • Auslöser einer Erkältung im Sommer sind zumeist Coxsackie-Viren oder Entero-Viren

Grippe

  • Plötzlicher Beginn, schnelle Verschlechterung des Allgemeinzustandes
  • Neben Erkältungssymptomen hohes Fieber sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Extreme Abgeschlagenheit
  • Wird durch Influenza-Viren ausgelöst

Fieber – wann zum Arzt?

  • Bei plötzlich auftretendem hohem Fieber über 39 °C
  • Das Fieber tritt kurz nach der Einnahme eines Medikaments auf oder in Zusammenhang mit anderen körperlichen Zeichen
  • Das Fieber tritt nach einer Fernreise oder gemeinsam mit anderen schweren Symptomen auf
  • Bei Säuglingen immer, bei Kleinkindern mit hohem Fieber zur Sicherheit ebenso!
  • Bei andauernden und unklaren Beschwerden mit Fieber

Wie schützt man sich wirksam vor der Sommergrippe? Hier gilt es alles zu vermeiden, was den Infekt im Sommer begünstigt. Das sind:

  • Klima-Anlagen nicht zu kalt einstellen und nicht dauernd in den Luftstrom geraten, der eine Erkältung im Sommer begünstigt
  • Immer einen Pullover (o.ä.) dabei haben, manchmal ist es in Geschäften durch die Klima-Anlagen empfindlich kühl
  • Sich nach dem Baden im Freien abtrocknen, nasse Badewäsche wechseln und beim Erfrischen im Wasser nie „auskühlen“
  • Sehr kalte Getränke vermeiden, auf gesunde Vitamin-reiche Ernährung mit frischem Obst achten, ausreichend trinken, ausreichender und gesunder Schlaf
  • Immunsystem mit regelmäßigem Ausdauersport wie Wandern, Radfahren, Schwimmen oder Laufen stärken
  • Auf Hygiene achten, Händewaschen schützt auch im Sommer vor der Übertragung unliebsamer Keime
  • Homöopathische Mittel können dem Immunsystem bei der Abwehr eines grippalen Infektes helfen, der Apotheker berät hier gern
  • Apotheken in Ihrer Nähe finden Sie z.B. unter: https://www.dhu-globuli.de/service/apothekenfinder/

 

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