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Erste Hilfe im Alltag

April 10, 2018

Ob zu Hause, unterwegs oder beim Sport: Ein Unfall ist schnell passiert. Kleinere Notfälle können Sie zum Glück meist selbst behandeln, wenn Sie die passende Grund- oder Erstausstattung zur Hand haben. Bei schwereren Fällen oder wenn Verletzungen nicht heilen, sollten Sie dagegen einen Arzt konsultieren.

 

Nicht im Straßenverkehr, sondern ausgerechnet in den eigenen vier Wänden passieren die meisten Unfälle, zum Beispiel beim Putzen, Kochen oder Heimwerken. Wer Kinder hat, weiß auch, dass Prellungen, Verstauchungen, kleine Riss- und Schürfwunden bei ihnen zum Alltag dazu gehören.

Selbst behandeln oder zum Arzt?

Größere Verbrennungen, stark blutende Wunden oder Tierbisse sollten Sie besser von einem Arzt begutachten lassen. Dasselbe gilt, wenn sich eine scheinbar banale Schramme oder Blase infiziert und beispielsweise eine Blutvergiftung droht. Bei leichten Verletzungen dagegen genügt oft schon der Griff in die Hausapotheke oder in den Verbandskasten. Auch homöopathische Mittel sind in vielen Akut- und Notsituationen hilfreich, da sie die Selbstheilungskräfte des Körpers wirksam unterstützen können.

Verletzungen selbst versorgen

Wägen Sie im akuten Fall sorgfältig ab und machen Sie sich ein Bild der Situation. Eine Wunde sollten Sie zunächst mit klarem Wasser ausspülen, um deren Ausmaß deutlich zu erkennen. Mit großen, tiefen oder stark blutenden Wunden natürlich sofort zum Arzt. Die Wunde dazu mit einem sterilen Verband abdecken, mit Druck bzw. einem Druckverband die Blutung stillen (bitte regelmäßig “Erste-Hilfe-Kurse” besuchen, dort lernt man, wie das geht).

Kleinere Wunden nach Säuberung mit einem Wunddesinfektionsspray behandeln, dann mit einem sterilen Verband oder Pflaster abdecken. Bitte zwei Dinge beachten: Impfschutz gegen Tetanus muss immer bestehen, auch bei kleinen Wunden. Die Wunde darf sich nicht infizieren. Wird die verletzte Stelle rot, heiß, schwillt an und verursacht pochende Schmerzen, sind dies Zeichen einer Entzündung, dann zum Arzt.

Neben Wunden zählen Prellungen zu den häufigen Verletzungen. Hat der Hammer statt des Nagels die Hand getroffen oder hat Ihr Kind beim Fußballspiel einen Pferdekuss abbekommen, sind die Schmerzen groß. Blaue Flecken und lang dauernde Bewegungs-Einschränkungen drohen. In solchen Fällen hilft oft die sogenannte PECH-Regel als erste Hilfe Maßnahmen: “P” wie Pause, d.h. auch das spannendste Match unterbrechen bzw. beenden. “E” wie Eis, gemeint ist allerdings “Kühlung” und zwar bitte ohne Eis (besser Coolpack), da die Gefahr von Erfrierungen droht. “C” wie Compression, also fester Verband und “H” wie Hochlagerung, um der Schwellung vorzubeugen.

Verbandskasten für schnelle Hilfe

Mit einem gut ausgestatteten Verbandskasten fühlen Sie sich für den Notfall vorbereitet. Zur Grundausstattung gehören Heftpflaster, Wundschnellverband, Fingerverband, Mullbinden, Kompressen, Schere, Pinzette, Einmalhandschuhe, Coolpacks, kühlende Sportgele, Sportsalben. Auch ein Sprühverband kann bei blutenden Schürfwunden nützlich sein.

Immer dabei sein sollten auch homöopathische Arzneimittel zur Unterstützung der Erste-Hilfe-Maßnahmen. Apotheker fragen!

 

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