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Von klein auf gesund – Homöopathie für Kinder

Oktober 9, 2019

Ihr süßes Lächeln, ihr freudiges Glucksen wenn sie etwas Neues entdecken, ihr aufgeweckter Blick – Kinder sind unser größter Schatz. Natürlich wollen die Eltern alles dafür tun, damit es den Kleinen gut geht. Dabei setzen immer mehr Mütter und Väter auf die Hilfe der Homöopathie.

Ob unterstützend bei klassischen Kinderkrankheiten wie Keuchhusten oder Windpocken oder bei einer einfachen Erkältung: Auch bei Kindern können Globuli und Co. sanft und verträglich eine schulmedizinische Behandlung unterstützen und so für Besserung sorgen.

Hier erfahren Sie, worauf es bei der Behandlung mit homöopathischen Mitteln für den Nachwuchs ankommt und welche Globuli Sie immer im Haus haben sollten.

Homöopathie: Für Kinder die sicherere Wahl?

Was viele gar nicht wissen: Über die Hälfte der Medikamente, die Säuglinge, Kinder und Jugendliche einnehmen, sind ausschließlich für Erwachsene entwickelt worden. Kinder sind auch heute noch bei der Behandlung mit Medikamenten benachteiligt, beklagt die Stiftung Kindergesundheit. Kinder- und Jugendärzte müssen viele ihrer Patienten mit Arzneimitteln behandeln, die nur an Erwachsenen getestet wurden und für die Altersgruppe der Kinder nicht zugelassen oder nicht geeignet sind.

Gerade bei leichteren Erkrankungen ist da häufig die Homöopathie die sicherere Wahl, denn Eltern und Ärzte bevorzugen eine nebenwirkungsarme Medizin. Homöopathika erzielen ihre Heilwirkung nicht durch einen chemischen Eingriff in den kleinen Organismus sondern regen den Körper durch gezielte Reize zur Selbstheilung an.

Bitte generell beachten bei der Selbstmedikation: Bei jedem Zweifel immer zum Arzt, das gilt auch bei schweren-, sich nicht schnell verbessernden- und allen unbekannten Symptomen.

Ist Impfen noch zeitgemäß?

Nach wir vor gibt es Krankheiten, die bei nicht-geimpften Kindern sehr unangenehm sind und im Einzelfall auch gefährliche Komplikationen auszulösen können. Dass die Fälle heute selten sind, ist die Folge konsequenter und erfolgreicher Impfungen in den letzten Jahrzehnten. Dennoch wird das Thema derzeit kontrovers diskutiert, die Meinungen gehen zwischen Impfpflicht und Impfverweigerung stark auseinander.

Letztlich richtig ist, dass Impfen immer noch der beste Schutz vor Infektionskrankheiten und den damit verbundenen möglichen Komplikationen ist. Doch was passiert eigentlich beim Impfen? Ganz einfach: Bei der Impfung kommt das Immunsystem in Kontakt mit abgeschwächten oder abgetöteten Erregern bzw. deren Toxinen (Giftstoffen) und kann im Falle des erneuten Kontaktes schnell und frühzeitig Antikörper bilden.

Impfungen können zudem vor möglichen tödlichen Infektionen wie Tollwut oder schwer behandelbaren Krankheiten wie Tetanus (Wundstarrkrampf) bewahren. Noch heute sterben bis zu 20 Prozent der mit dem Tetanus-Erreger Infizierten – dabei handelt es sich vor allem um geschwächte Menschen. Tückisch: Die Erreger kommen überall auf und in (!) der Erde vor und können durch kleinste Verletzungen, etwa auch bei der Gartenarbeit, übertragen werden.

Wer sich gut und kompetent über Impfungen informieren will z.B. vor Fernreisen, kann dies auf der Seite der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch Instituts tun. Dort findet man z.B. auch einen Impfkalender für Kinder.

Impfungen bei Säuglingen

Da ihr Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist, sind Säuglinge besonders gefährdet. Die STIKO empfiehlt daher die 6-fach Kombinationsimpfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B, Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Kinderlähmung möglichst früh. Zusätzlich sollte im Säuglingsalter nach Empfehlung der STIKO eine Impfung gegen Pneumokokken und Rotaviren erfolgen. Diese Grundimmunisierung sollte bis zum 14. Monat abgeschlossen sein.

Impfungen bei Kindern

Für das zweite Lebensjahr empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Grundimmunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sowie Meningokokken C. Im 5. oder 6. Lebensjahr sollte vor Schulbeginn eine Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten erfolgen.

Impfungen bei Jugendlichen

Um ihren vollen Schutz zu erhalten, müssen einige Impfungen aufgefrischt werden. Daher empfiehlt die STIKO im Alter zwischen 9 und 17 Jahren Auffrischimpfungen gegen Diphtherie, Hepatitis B, Keuchhusten, Kinderlähmung und Tetanus. Mädchen sollten bis zum 14. Lebensjahr zudem gegen HPV geimpft werden. Hier gehts zum vollständigen Impfkalender.

Von Erkältung bis Ausschlag: Wann Homöopathie am besten hilft

Bei vielen im Kindesalter typischen Erkrankungen hat sich die Homöopathie seit Jahrzehnten bewährt. In leichteren Fällen kann sie oft die Beschwerden lindern, in schwereren Fällen kann sie unterstützend eingesetzt werden. Die häufigsten Beschwerden sind:

  • Erkältungen mit Husten, Schnupfen, Fieber. Das Immunsystem befindet sich bei Kindern noch im Aufbau. Daher sind sie besonders anfällig für Atemwegsinfekte. Kinder erkranken doppelt so häufig daran wie Erwachsene. Anders als bei ihnen entwickeln Kinder auch schnell hohes Fieber. Um die Symptome zu lindern oder allzu hohes Fieber zu senken, bieten sich je nach Einzelfall ganz verschiedene Mittel aus der Homöopathie an. Ihr Kinderarzt oder Apotheker berät Sie bei der Auswahl. Nicht zu vergessen: Wadenwickel (nicht, wenn Füße und Hände kalt sind), eine leichte Decke und viel Trinken sind ebenfalls gute Möglichkeiten, um den Kleinen Gutes zu tun.
  • Schmerzen beim Zahnen. Wenn etwa im sechsten Monat die ersten Zähne kommen, leiden die Kleinen und deren Eltern gleich mit. Es hat sich gezeigt, dass Kauen die Schmerzen lindert. Geben Sie Ihrem Kind zum Beispiel einen gekühlten Beißring. Er sollte aber wirklich nur gekühlt und nicht gefroren sein. Bei Entzündungen des Zahnfleischs hilft eine Kamillentinktur. Und auch die Homöopathie hält einige passende Mittel bereit. Hier berät der Apotheker ebenso.
  • Magen-Darm-Infekte, Verstopfung. Je jünger das Kind umso empfindlicher reagiert die Verdauung auf neue Nahrung, und auch Viren und Bakterien haben im Magen-Darm-Trakt noch leichtes Spiel. Entsprechend häufig kommt es zu Durchfall aber auch zu Verstopfungen. Besonders sanft lassen sich solche Beschwerden homöopathisch behandeln. Auch für die gefürchteten Drei-Monats-Koliken hält die Homöopathie Passendes bereit. Immer wichtig: Hinter Schreien kann sich letztlich alles Mögliche verbergen. Wenn es also nicht wirklich die Zahnungsbeschwerden sind oder es dem Kind nicht schnell besser geht heißt die Regel: Immer zum Arzt (auch am Wochenende)!
  • Allergien. Allergien nehmen gerade bei Kindern dramatisch zu. Das betrifft Heuschnupfen, Hausstaub- und Tierhaarallergien gleichermaßen. Aber auch Nahrungsmittelallergien sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Dabei reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Substanzen mit der Ausschüttung von „Schutzhormonen“, die dann die Symptome wie Hautausschlag, Niesen, tränende Augen oder Fließschnupfen auslösen. Im Laufe der Zeit wandert die Allergie von den oberen Atemwegen nach unten und manifestiert sich immer mehr mit Krämpfen in den Bronchien, also asthmatischen Anfällen. Eine Allergie sollte deshalb ernst genommen und konsequent behandelt werden, gerade auch im Kindesalter. Ein Allergietest beim Arzt bringt Aufschluss über die Auslöser. Eine nachhaltig wirksame Maßnahme ist die sogenannte Hyposensibilisierung mit den Allergenen über einen längeren Zeitraum (Arzt fragen).

    In der Homöopathie gibt es einige Mittel, die die Symptome lindern können, sehr sanft wirken und nicht müde machen. Diese Mittel können auch gut mit schulmedizinischen Präparaten kombiniert werden, z.B. tagsüber das Homöopathikum und nachts das chemische Präparat. Auch hier hilft der Apotheker.

  • Schürfwunden, Prellungen, Verletzungen. Spätestens wenn die Kleinen anfangen zu laufen, bleiben blaue Flecken und kleine Verletzungen nicht aus. Alle Eltern können ein Lied davon singen. Am liebsten möchte man seinen Nachwuchs dann nur noch umhertragen. Doch die Konsequenz ist natürlich eine andere: Die Hausapotheke wird jetzt reichlich bestückt mit allem, was zur Wundversorgung und Ersten Hilfe im Alltag nötig ist. Dazu gehören kinderfreundliches Pflaster, Desinfektionsmittel, Tupfer, Wundauflagen und Verbände. Auch ein Kühlpack im Kühlschrank darf in keinem Haushalt mit Kindern fehlen. Zusätzlich leisten die klassischen Erste-Hilfe-Globuli der Homöopathie bei Kindern gute Dienste (Apotheke).

Was gehört in die homöopathische Kinderapotheke?

Wie bei jeder homöopathischen Behandlung muss das Mittel der Wahl individuell auf die Beschwerden abgestimmt werden. Je genauer Sie ihr Kind beobachten, umso leichter können Sie das geeignete homöopathische Medikament auswählen. Es gibt auch verschiedene Bücher, die dabei helfen, die Beschwerden einzugrenzen und den passenden Wirkstoff zuzuordnen.

Um im Bedarfsfall rasch handeln zu können, sollte man eine kleine Auswahl an Globuli immer griffbereit zu Hause haben. Hier ein kleines ABC der wichtigsten Mittel gegen typische „Kinderkrankheiten“:

  • Aconitum
  • Apis mellifica
  • Arnica
  • Arsenicum album
  • Belladonna
  • Bryonia
  • Carbo vegetabilis
  • Chamomilla
  • Colocynthis
  • Drosera
  • Dulcamara
  • Ferrum phosphoricum
  • Ipecacuanha
  • Nux vomica
  • Phytolacca
  • Pulsatilla

 

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