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Natürliche und schnelle Hilfe bei Kreislaufbeschwerden

August 5, 2019

Flimmern vor den Augen, Schwindel, Abgeschlagenheit. Die Symptome von Kreislaufproblemen sind vielen Menschen vertraut. Doch wie hilft man seinem Körper am besten, wenn der Kreislauf nicht in Schwung kommt? Ist ein zu niedriger Blutdruck bedenklich? Gibt es natürliche Mittel, mit denen man Kreislaufprobleme und niedrigen Blutdruck in den Griff bekommt? Die wichtigsten Symptome, Ursachen und Tipps zur Linderung von Kreislaufbeschwerden im Überblick.

Was leistet der Kreislauf?

Das Kreislaufsystem unseres Körpers transportiert Blut und Nährstoffe durch den Körper. Im Zentrum steht dabei das Herz, das innerhalb einer Minute das gesamte Blut in den Adern durch den Körper pumpt. Das dient vor allem dazu, jede einzelne Zell mit Sauerstoff zu versorgen, der zuvor in der Lunge an die roten Blutkörperchen gebunden wurde. Sauerstoff wird benötigt, damit die Zelle Energie bilden kann.

Die Gehirnzellen sind dabei besonders hungrig und verbrauchen 20 Prozent der gesamten Energie. Klar ist deshalb auch, dass eine schlechte oder unterbrochene Kreislauffunktion sich zunächst im Gehirn mit Symptomen wie Flimmern vor Augen, Schwindel, weiche Knie oder Ohnmacht zeigt.

Was sind Kreislaufstörungen?

Kreislaufbeschwerden liegen oft keine fassbaren organischen Erkrankungen zugrunde. Meist handelt es sich um eine Störung in der Regulation des Blutkreislaufes. Das heißt, der Körper erzeugt z.B. zu wenig Blutdruck. Tatsächlich ist die Hauptursache für Kreislaufprobleme ein zu niedriger Blutdruck. Wenn er über längere Zeit besteht und zu Symptomen führt, spricht man von Hypotonie (im Gegensatz zu Hypertonie, also zu hohem Blutdruck). Niedriger Blutdruck ohne Symptome oder Beschwerden ist keine Krankheit.

Anhaltende Hypotonie kann allerdings auch ein Anzeichen für ein tiefer liegendes Problem sein. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen oder Frauen in der Schwangerschaft. Aufgrund von Hypotonie kann es zu einer unzureichenden Durchblutung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen kommen und auch zu dauerhaften Schäden.

Was sind Durchblutungsstörungen?

Die Symptome von Kreislaufproblemen und Durchblutungsstörungen ähneln sich zwar. Durchblutungsstörungen liegen aber meist ernsthafte Erkrankungen zugrunde. Das können Herzerkrankungen sein oder Störungen der Blutzirkulation im Gehirn. Aber auch Verengungen der Blutgefäße in der Peripherie (Arm, Bein) durch eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Diese Erkrankungen sind dann in den meisten Fällen auch behandlungsbedürftig und sollten zum Arzt führen. Die Symptome von Kreislaufbeschwerden und Durchblutungsbeschwerden können sich so unterscheiden:

Kreislaufbeschwerden

  • Augenflimmern
  • Schwindel (Vertigo)
  • Benommenheit
  • „Weiche Knie“
  • Müdigkeit / Abgeschlagenheit
  • Ohnmachtsanfälle
  • Konzentrationsschwäche

Durchblutungsstörungen

  • Taubheit und Kribbeln in Händen und Füßen
  • kalte Hände und Füße
  • Schwellungen an Füßen und Beinen
  • Muskelkrämpfe
  • Krampfadern
  • Schwindel
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Müdigkeit

Kreislaufbeschwerden von zentralen Durchblutungsstörungen (im Gehirn) zu unterscheiden, kann mitunter schwierig sein. Da einige Symptome in beiden Fällen vorkommen oder sich auch ähneln, sollte man hier generell zum Arzt gehen. Dieser macht entsprechende Untersuchungen, stellt die Diagnose und leitet, wenn nötig, eine Behandlung ein.

Was führt zu Kreislaufproblemen?

Einerseits sind die Symptome bei Kreislaufbeschwerden sehr vielfältig. Andererseits findet man oft auch keine behandelbaren Ursachen dafür. Der Mechanismus, warum es zu den Symptomen kommen kann, ist jedoch immer gleich. Es entsteht ein plötzliches Absinken des Blutdrucks. Unser Gehirn wird kurzfristig nicht genügend durchblutet. Es kommt zu Beschwerden wie Schwindel, Augenflimmern, Ohnmacht und damit verbunden oft auch „weiche Knie“.

Ein möglicher Auslöser für akuten Blutdruckabfall ist etwa zu schnelles Aufstehen. Hier ist die zentrale Blutdrucksteuerung kurzfristig überfordert und kann nicht schnell genug regulieren. Stehen wir auf, sackt das Blut in die Beine und Füße. In der Folge sinkt unser Blutdruck. Normalerweise gleicht unser Körper diesen Blutdruckabfall sofort aus, indem er Botschaften an unser Herz sendet, damit es schneller schlägt und die Blutgefäße sich verengen. Geschieht dies nicht oder zu langsam, kommt es durch diese Fehlregulation zu einer Hypotonie, die in einer Ohnmacht enden kann.

Genauso kann längeres Stehen einen Blutdruckabfall bewirken. Bei vielen Menschen, vor allem jungen Mädchen und Frauen, tritt dies häufig auf, sie sind für solche Fehlregulationen anfälliger. Es gibt aber ein paar Faktoren, auf die man achten kann und die das Auftreten solcher Beschwerden reduzieren bzw. verhindern:

  • Ausreichende Flüssigkeit im Körper ist wichtig. Ältere Menschen z.B. sind meistens unterversorgt, weil sie zu wenig trinken (einfacher Test, eine gedrückte Hautfalte auf dem Handrücken sollte schnell wieder verstreichen). Auch bei Durchfällen gehen oft viel Flüssigkeit und Elektrolyte verloren. Vor allem bei Kindern sollte man darauf achten.
  • Klimaregulation ist wichtig. Starke Hitzeeinwirkung kann zu Sonnenstich und Hitzschlag führen, das sollte man unbedingt vermeiden. Also nicht in die pralle Sonne gehen, ausreichend trinken und für Sonnenschutz sorgen.
  • Medikamente. Manchmal können auch Medikamente zu Reaktionen wie Blutdruckabfall mit Schwindel führen. Hier sollten dann unbedingt der Apotheker und Arzt befragt werden.
  • Für ausreichende Erholung und Schlaf sorgen.

Manchmal ist es nur das Wetter

Ob Hitze, Kälte, Sonne oder Regen: Unser Körper passt sich dem aktuellen Wetter und Temperaturschwankungen an. Instabile Wetterlagen und Wetterwechsel können bei wetterfühligen Menschen zu Kreislaufproblemen führen. Sie reagieren besonders stark auf Wetterumschwünge. Kopfschmerzen, Migräne oder Kreislaufbeschwerden sind die Folge.

Hier hilft es, den Körper abzuhärten. Täglich eine halbe Stunde raus an die frische Luft, bei fast jedem Wetter, Wechselduschen und Kneipp-Anwendungen trainieren die Anpassungsfähigkeit unseres Körpers.

Schnelle Hilfe bei Kreislaufproblemen

Wenn sich aufgrund von Kreislaufproblemen alles dreht, hilft als erste Sofortmaßnahme hinlegen und die Beine hochlagern. So kann das Blut wieder in die Körpermitte fließen. Viel Trinken, am besten Wasser oder Saftschorle (mit etwas Salz), gleicht bei Hitze oder nach Erbrechen den Flüssigkeitshaushalt aus. In manchen Fällen sind Erste-Hilfe-Maßnahmen unerlässlich. Bei akutem Kreislaufkollaps mit drohender Bewusstlosigkeit sollte der Betroffene in die stabile Seitenlage gebracht werden. Bei starken und unklaren Symptomen oder Beschwerden, die sich schnell verschlimmern, muss der Arzt eingeschaltet werden.

Gerade bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit kann es zu akuten Kreislaufproblemen kommen. Grund dafür sind etwa starkes Schwitzen und Schwierigkeiten des Körpers, sich auf die extremen Temperaturen einzustellen. Man sollte auf folgendes achten:

  • ausreichend trinken
  • auf ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr achten
  • auf Alkohol und Nikotin verzichten
  • üppige Mahlzeiten vermeiden
  • Kneippen ist Training für die Gefäße. Wassertreten und Armbäder in kaltem Wasser regen die Durchblutung an
  • eine kalte Dusche nach dem Aufstehen macht wach und fit
  • ein kleiner Spaziergang belebt

Auf lange Sicht: Viel Bewegung

Viel Bewegung und Sport halten unseren Kreislauf in Schwung. Blutgefäße und Herz sind trainierbar. Durch regelmäßiges sanftes Training lernt der Kreislauf, sich schneller an veränderte Bedingungen anzupassen. Der Blutdruck stabilisiert sich. Am besten eignen sich Sportarten, die langsam und natürlich unsere Ausdauer verbessern. Nordic Walking, Schwimmen, Joggen, Radfahren steigern unsere Leistungsfähigkeit. Yoga oder Tai-Chi wirken ausgleichend.

Typische Kreislaufbeschwerden lassen sich auch mit der Kraft der Natur lindern. Sie bieten einen natürlichen Weg, die Selbstheilungskraft des Körpers zu aktivieren. Homöopathische Arzneimittel können bei Störungen der Durchblutung und Kreislaufproblemen unterstützend helfen. Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit eignen sich homöopathische Mittel auch für eine längerfristige Behandlung. Dazu sollten Sie mit einem homöopathischen Therapeuten sprechen.

Mit Rosmarin die Durchblutung anregen

Im Sommer wächst er in fast jedem Garten: Rosmarin. Dank des hohen Anteils an ätherischen Ölen in seinen Blättern bietet er schnelle Hilfe bei Kreislaufproblemen. Eine Tasse Rosmarintee am Morgen kann sogar den morgendlichen Kaffee leicht ersetzen. Im Gegensatz zu Koffein heben die Wirkstoffe des Rosmarins niedrigen Blutdruck dauerhaft an.
Für den Tee einfach einen halben Teelöffel frischen Rosmarin mit 250 ml heißem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Mit seinen durchblutungsfördernden Eigenschaften kräftigt Rosmarin das Herz-Kreislauf-System und hilft so bei niedrigem Blutdruck.

 

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