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Terra Medica

Juli 11, 2019

In Staffort bei Karlsruhe liegt auf einem 12 Hektar großen Gelände die artenreichste Arzneipflanzenkultur Europas mit Namen Terra Medica, also “Erde, auf der Medizin wächst”. Dort werden seit 40 Jahren fast 70 Prozent der pflanzlichen Ausgangsstoffe für die Arzneimittel der DHU (Deutsche Homöopathie-Union) angebaut. Kurze Wege für den Transport von Staffort an den DHU-Standort in Karlsruhe und perfekte Wachstumsbedingungen stellen eine hohe Qualität der Pflanzen und letztlich der Arzneimittel sicher.

 

Vom „Bahnhofsgarten“ zum Arzneipflanzengarten

Der Weg zur Anlage, die seit 2014 den Namen Terra Medica trägt, führte über Umwege. In den 60ger und 70ger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden noch in der Nähe des Bahnhofs Karlsruhe Durlach direkt am Standort des pharmazeutischen Unternehmens Schwabe auch die Heilpflanzen für die DHU angebaut: “Mit der Ankündigung des Baus eines Busbahnhofs in Karlsruhe-Durlach, 1975, mussten die Arzneipflanzen dort weichen. Man erhielt die Erlaubnis, das Gelände vor der Werkspforte zu nutzen, was sich allerdings als nicht praktikabel erwies. Allzu oft wurde das Areal Opfer von Vandalismus, Pflanzen und sogar Pflanzenschilder wurden herausgerissen”, erläutert Dr. Heiko Hentrich, seit 2015 Teamleiter der DHU-Arzneipflanzenkulturen.

Vor dem Hintergrund des stetig steigenden Pflanzenbedarfs kam es gelegen, dass die Firma Dr. Willmar Schwabe, das Ursprungsunternehmen der heutigen DHU, Gebäude in der landwirtschaftlich genutzten Umgebung von Staffort gekauft hatte und diese zu einem Lager für getrocknete Pflanzen ausbaute. Staffort liegt etwa 20 km nördlich von Karlsruhe in der rheinischen Tiefebene. “Schnell kam die Idee auf, auch den Pflanzenanbau dorthin zu verlagern”, erzählt Dr. Hentrich weiter. “1976 wurde das umliegende 3,5 Hektar große Gelände hinzu gepachtet.

Ökologischer Anbau seit 40 Jahren

Die Arzneipflanzenkulturen in Staffort wurden 1976 angelegt, 1977 erfolgte die erste Ernte. Bereits 1979 erhielt die Anlage für den Anbau geschützter Arzneipflanzen die Silberpflanze, einen Preis der Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen. Der Preis wurde von der damaligen Kanzlergattin und Vorsitzenden der Stiftung Loki Schmidt übergeben. 1989 wurden neue Gewächshäuser in Betrieb genommen. Sie wurden zur Aussaat und Anzucht der Arzneipflanzen geplant; ein Schauhaus führte die Tradition der alten Gewächshäuser der Standorte Leipzig und Karlsruhe-Durlach fort. Der von Anfang an biologischen Anbauweise folgte 1998 die offizielle EU-Zertizierung für den ökologischen Landbau.

Seit 2007 gehören die Arzneipflanzenkulturen zum Unternehmen DHU (davor der Firma Dr. Willmar Schwabe zu der die DHU gehört). Dem neuen Namen Terra Medica folgte 2014 die Eröffnung des Besucherzentrums, in dem vor allem Apotheker und Therapeuten fortgebildet werden.

 

Die jährliche Erntemenge beträgt bis zu 60 Tonnen. Jährlich werden etwa 100 unterschiedliche Heilpflanzenarten geerntet. Die Bandbreite der Pflanzen reicht dabei von einjährigen Pflanzen über mehrjährige Stauden bis hin zu Sträuchern und Bäumen. Insgesamt umfasst das mögliche Anbauspektrum 600 unterschiedliche Arten. Terra Medica ist damit die artenreichste Anlage zum Arzneipflanzenanbau in Europa. Für Tanja ist es wichtig, zu wissen wo die Heilpflanzen in ihren homöopathischen Arzneimitteln herkommen und wo sie angebaut werden. Dazu hat sie bereits Terra Medica besucht. So ist die Homöopathie Teil ihrer intakten Lebensweise. Die Homöopathie hilft ihr und ihren Lieben dabei, gesund zu bleiben. Erfahre mehr über Tanjas Geschichte: https://homöopathie-natürlich.de/tanjas-geschichte/

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